Geschichte der Verbandsgemeinde und der Ortsgemeinden

Die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim wurde im Zuge der Verwaltungsreform im Jahre 1972 gebildet. Zu ihr gehören die Ortsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau. Sie gehört dem Rhein-Pfalz-Kreis (bis 2003: Landkreis Ludwigshafen a. Rh.) an.

Die Orte liegen nach Westen und Osten jeweils ca. 15 Autominuten vom Gebirgszug der Haardt und dem Rhein, nach weiteren 15 Minuten vom Odenwald entfernt. Durch die Bundesautobahn A 61 und A 65 ist die Verbandsgemeinde an das überregionale  Fernstraßennetz angebunden.

Sitz der Verbandsgemeinde und deren Verwaltung ist die Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Hier befinden sich das Rathaus sowie die von der Verbandsgemeinde getragenen überörtlichen Einrichtungen wie die Kläranlage, die Kurpfalzschule sowie die Großsporthalle. In der Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt werden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule des Rhein-Pfalz-Kreises Kurse vielfältiger Interessengebiete angeboten.

Neben der Verbandsgemeinde, die insbesondere überörtliche sowie die  Verwaltungsaufgaben wahrnimmt, stehen die von ehrenamtlichen Ortsbürgermeistern geführten Ortsgemeinden. Eine Vielzahl örtlicher Aufgaben haben die Ortsbürgermeister und Ortsgemeinderäte zu tragen. Sie tragen im wesentlichen Verantwortung für die Entwicklung und Gestaltung des örtlichen Bereichs.



Die Ortsgemeinde Dannstadt-Schauernheim wurde 1969
aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Dannstadt
und Schauernheim gebildet.


Auch das neue Wappen verdeutlicht diesen Zusammenschluss, in dem Elemente der früheren Wappen der ehemaligen Gemeinden Eingang gefunden haben.

Das goldene Schretzel auf blauem Grund steht für Schauernheim. Die goldene Mitra ist Sinnbild des heiligen Martin Schutzpatron der Gemeinde, dessen Gestalt das frühere, 1949 schon einmal geänderte Wappen von Dannstadt zierte. Die rote Rosenblüte im Schildfuß steht für das Naturschutzgebiet "Gräberfeld" auf der Gemarkung Dannstadt, das einzige und inzwischen seltene, vom Aussterben bedrohte Pflanzen beherbergt, so auch das Adonisröschen. Das zweite Naturschutzgebiet im Bereich der Ortsgemeinde auf der Gemarkung Schauernheim, die Sandlöcher", ist ebenfalls Refugium für inzwischen seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die beiden heutigen Ortsteile schauen auf eine über 1.200 Jahre alte, geschichtlich beurkundete Vergangenheit zurück. Die schriftlich überlieferte Geschichte von Dannstadt beginnt mit der Ersterwähnung in einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahre 769, mit der eine Schenkung in Dantistat beurkundet wird. Dieses Kloster und das Kloster Weißenburg waren seinerzeit in der Gemarkung Dannstadt's begütert, das zum Speyergau gehörte. Der Ort Schauernheim gehörte seit altersher den frommen Frauen des Klosters St. Lambrecht. Aber auch hier war das Kloster Lorsch begütert. In zwei Schenkungsurkunden des Lorscher Kodex wird Scurheim erwähnt: einmal im Jahr 782 und im frühesten Dokument aus dem Jahr 770.

Etwa 80 % der Bevölkerung sind im Ballungsraum Rhein-Neckar beschäftigt. Der Ort bietet wegen seiner guten überörtlichen Verkehrserschließung relativ ruhigen Wohngebieten gute Wohnbedingungen im Vorfeld des Rhein-Neckar-Raumes. Das seit 1979 wesentlich erweiterte Gewerbegebiet bietet heute einige hundert Arbeitsplätze.

Die Ortsgemeinde verfügt mit Sportplätzen, Tennisplätzen/Tennishalle, Schießsportanlagen und vielen anderen von örtlichen Vereinen angebotenen Möglichkeiten über ein reichhaltiges Freizeitangebot. (Siehe unter örtliche Vereine)

Ebenso kann die medizinische Versorgung als gut bezeichnet werden (Siehe Medizinische Versorgung).



Hochdorf-Assenheim entstand gleichfalls im Zuge der
Gebietsreform des Jahres 1969 aus den ehemals selbständigen
Gemeinden Hochdorf und Assenheim.


Auch Hochdorf und Assenheim blicken auf eine lange Entwicklung zurück. Gesicherte Überlieferungen reichen bis in das 8. Jahrhundert. Auch diese beiden Orte finden Erwähnung im Lorscher Kodex: Im Jahr 776 machte ein Ratwin eine Schenkung in der Hochtorpfer marca (Gemarkung). Für die Assenheimer marca wurden Schenkungsurkunden gefertigt im Jahr 800 und -strittig- im Jahr 782 oder 777.

Das neue Wappen der Ortsgemeinde Hochdorf-Assenheim spiegelt einiges der Historie wieder.

So sind die im geteilten Wappen verwandten Farben silber und blau, sowohl die Farben des Hochstifts Speyer, des Ortsherrn in Hochdorf, als auch der Grafen Leiningen, der Ortsherren in Assenheim. In den oberen Wappenteil wurde der Hochdorfer Doppenschlüssel übernommen, der auf ein Siegel der Pfarrei Hochdorf zurückgehen dürfte, auf dem der Schutzpatron Petrus in der Linken zwei Schlüssel hält. Der untere Wappenteil zeigt das brillenförmige Gemarkungszeichen von Assenheim, wobei - nicht unstrittig - eine Zurückführung auf das Mainzer Doppelrad, als Hinweis auf das den Namen Alban tragende Kloster in Mainz, angenommen wird. Die Gestalt des enthaupteten Bischofs Alban, ehemaliger Ortspatron von Assenheim, war im früheren Wappen enthalten.

Die Arbeitsplätze der Mehrzahl der Einwohner liegen ebenso, wie schon bei Dannstadt-Schauernheim erwähnt, im Ballungsraum Rhein-Neckar.

Das kulturelle Leben, das Freizeitgeschehen in der Ortsgemeinde werden geprägt von den Aktivitäten der beiden großen Sportvereine sowie der Musikvereine in beiden Ortsteilen und anderen Angeboten von Vereine. (Siehe unter örtliche Vereine)



Wie die anderen Ortsgemeinden entstand auch Rödersheim-Gronau
im Jahre 1969 durch Zusammenschluss von zwei ehemals selbständigen
Gemeinden, Rödersheim und Gronau


Auch diese Orte können auf eine lange, urkundlich gesicherte Ortsgeschichte zurückblicken. Für Rödersheim wird die fränkische Gründung nach einer Königsurkunde des Jahres 859 belegt. Für Alsheim enthält der Lorscher-Kodex eine Urkunde aus dem Jahr 778, mit der Betta Hofreite und Land in Alasheim dem Kloster vermacht.

Der Name Alsheim-Gronau verweist auf die Burg "Gronau", die sich mit Sicherheit erst ab dem Jahre 1341 nachweisen lässt und an die ein Gedenkstein erinnert. Die Burg "Gronau" ist auch in das Wappen der Ortsgemeinde als Symbol für Alsheim-Gronau, dem heutigen Ortsteil Gronau, eingegangen. Rödersheim hatte schon in dem 1928 verliehenen Wappen die Madonna mit Kind auf der Mondsichel stehend im Wappen. Die Bürger von Rödersheim und Gronau sind mit Recht stolz auf ihre noch sehr geschlossen wirkenden Ortskerne. Die ausgewiesenen Neubaugebiete haben sich angefügt ohne den Charakter der Orte zu verändern.

Als Besonderheit und Rarität ist in Rödersheim einer der wenigen und letzten Küfereibetriebe ansässig, der nach alter Handwerkstradition Weinfässer aus Holz herstellt.

In beiden Ortsteilen wird das örtliche Leben durch aktive Vereine geprägt, die in sportlichen, gesanglichen und sonstigen Bereichen eine Palette von Freizeitmöglichkeiten bieten. (Siehe auch unter örtliche Vereine)

Wenn auch heute, nach der Wandlung der Orte zu Wohngemeinden - nach Ausweisung zahlreicher Baugebiete - die Landwirtschaft nicht mehr der Haupterwerbszweig der Bevölkerung ist, so ist doch der intensive Frühkartoffel- und Gemüsebau in den durch die "Großraumberegnung Vorderpfalz" erschlossen Gemarkungen immer noch prägend.

In der Ortsgemeinde Rödersheim-Gronau wird, schon zum Bereich Mittelhaardt gehörend, in Nachbarschaft zu den Weinbaugemeinden an der Deutschen Weinstraße, ein "guter Tropfen" angebaut. Die Weinbergflächen nehmen immerhin ca. 50 ha der landwirtschaftlichen Fläche ein.