Filmfestival-Programm in Dannstadt-Schauernheim 2018

Beim 9. Europäischen Filmfestival der Generationen beteiligen sich die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und die Volkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis zum vierten Mal in Folge. Das Zentrum Alte Schule in Dannstadt (Hauptstraße 139-141) verwandelt sich wieder in einen Filmpalast. Berührende Themen, berühmte Schauspieler und eine gute Mischung aus Leichtigkeit und Tiefsinn machen die diesjährigen Filme aus.

Von skandinavischen Nachbarschaftsmodellen über tiefe Chorfreundschaften bis zu digitaler Teilhabe in Frankreich

Am 19.,  22. und 24. Oktober 2018 werden Filme im Zentrum Alte Schule in Dannstadt gezeigt, die sich mit den Themen Alter, Generationsdialog und demografischer Wandel befassen. Auf sehr unterschiedliche Weise, eben wie das Leben selbst mal eher heiter oder auch schon mal ganz schön trübe erscheint. Popcorn (mit neuer Maschine!) und Getränke sorgen für Kinoatmosphäre. Gespräche im Anschluss an die Filme eröffnen Perspektiven, wie jeder selbst leben beziehungsweise auch eine Gemeinde vor Ort das Leben der Bürger gestalten möchte oder kann.  


Freitag, 19. Oktober 2018, 19 Uhr, ZAS

Ein Mann namens Ove

Hilfesuchende Nachbarin trifft auf einsamen Griesgram


Schweden 2015
116 Minuten
Regie: Hannes Holm
mit Ralf Lassgård, Bahar Pars, Filip Berg, Ida Engvoll
Altersempfehlung: ab 12 Jahren


Der grantige Witwer Ove ist der Schrecken der Nachbarschaft: Auf seinen morgendlichen Kontrollgängen inspiziert er pedantisch seine Siedlung und beanstandet barsch jegliches Fehlverhalten seiner Umgebung. Doch hinter dem misanthropischen Verhalten verbirgt sich eine verletzliche, einsame Seele. Denn er kann den Verlust seiner geliebten Frau nicht überwinden und sehnt sich danach ihr in den Tod zu folgen. Doch all seine Suizidversuche scheitern – denn in der Nachbarschaft zieht eine ausländische, schwangere Frau mit ihrer Familie ein, die beharrlich seine Hilfsbereitschaft einfordert. Zögerlich öffnet er sich und nach und nach beginnt er, sich auch für die Belange der ganzen Nachbarschaft einzusetzen. Eine schwarzhumorige Tragikomödie mit skurrilen Momenten über Einsamkeit im Alter und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft.



Montag, 22. Oktober 2018, 19 Uhr, ZAS
(Achtung: geänderter Wochentag zu den Vorjahren)

Young@Heart

Musik bewegt und hält jung

Doku,  USA 2007
103 Minuten
Regie: Stephen Walker
mit Jim Armenti, William E. Arnold Jr., Joe Benoit, Helen Boston, Louise Canady, Bob Cilman, Elaine Fligman, Jean Florio, Len Fontaine, Stan Goldman, Eileen Hall
Original englisch mit deutschen Untertiteln
Altersempfehlung: ab 12 Jahren.

" alt="" />


„Young@Heart“ ist vermutlich weltweit der berühmteste Seniorenchor. Der Chor aus Massachusetts umfasst etwa 30 Männer und Frauen im Alter von über 75 Jahren. Einige Mitglieder haben beide Weltkriege erlebt, einige sind schwer krank oder haben ihre Partner verloren – doch im Herzen sind sie lebensfroh und jung geblieben. Mit ihrem Repertoire aus Punk-, Soul- und Rock-Songs begeistern sie mittlerweile weltweit ihr Publikum. Die faszinierende Doku begleitet den Chor bei ihren Proben und Auftritten und beleuchtet den Lebensalltag einiger Mitglieder. Dabei stehen die Lebendigkeit, die Lebensfreude und der Witz der Alten, deren Chorarbeit ihr Lebenselixier ist im Zentrum des Films. Als Chor sind sie auch eine Schicksalsgemeinschaft, die sich gegenseitig gegen Altersbeschwernisse wie auch bei Verlusten und Tod von Chormitgliedern stützt und ermuntert. Ein sehenswerter Film, auch für Jugendliche, zeigt er doch ein differenziertes Altersbild voller Lebensmut.



Mittwoch, 24. Oktober 2018, 19 Uhr, ZAS
(Achtung: geänderter Wochentag zu den Vorjahren!)

Monsieur Pierre geht Online

Digital aus der analogen Einsamkeit

Frankreich 2016
101 Minuten
Regie: Stéphane Robelin
mit Pierre Richard, Yaniss Lespert, Fanny Valette, Stéphane Bissot, Stéphanie Crayencour
Altersempfehlung: ab 16 Jahren


 

Pierre ist ein einsamer Witwer, der sich in seiner Pariser Wohnung zurückgezogen hat und mit privaten Filmaufnahmen seiner verstorbenen Frau nachtrauert. Tochter Sylvie will, dass sich ihr Vater der Welt wieder öffnet und schenkt ihm einen Computer mit Internetanschluss. Als Lehrer engagiert sie Alex, den erfolglosen Autor und neuen Freund ihrer Tochter Juliette. Nur widerwillig lässt sich der alte Griesgram auf den jungen, unmotivierten Lehrer und die digitale Welt ein. Doch als Pierre die neuen Möglichkeiten des Internet-Datings entdeckt, ist sein Lebenswillen wieder entfacht. Unter dem Pseudonym des jungen Alex und dank seiner verbalen Fähigkeiten gewinnt er das Interesse der jungen Flora aus Brüssel. Als es zum Treffen kommen soll, überredet er Alex, ihn zu vertreten. Es beginnt ein turbulentes, amouröses Verwechslungsspiel zwischen den Geschlechtern und den Generationen...

Eine moderne Variante von Cyrano de Bergerac mit einem 83-jährigen Pierre Richard in Hochform. 

(04.09.2018)