Pfalztram-Infoveranstaltung: Anregungen, Ideen und Hinweisen von Bürgerinnen und Bürgern für die Planung erwünscht

Die Veranstaltung in Dannstadt-Schauernheim war die fünfte von insgesamt neun dieser Art und wurde von Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann eröffnet, die sich für die Pfalztram aussprach. Sie erinnerte dabei an den Bau einer Berufsschule in Dannstadt-Schauernheim, der damals nicht zustande kam, weil die Ortsgemeinde nicht an das Stadtbahnnetz angebunden ist.
 
Pfalztram ist das Stadtbahnprojekt der Zukunft, das umliegende Gemeinden mit neuen Linienästen von rund 25 Kilometern an das vorhandene von Ludwigshafen und Mannheim anbinden soll. In den vergangenen eineinhalb Jahren hat das Projekt Fahrt aufgenommen, mögliche Linienverläufe wurden identifiziert sowie eine vorläufige Nutzen-Kosten-Untersuchung durchgeführt. Diese Grundlagen haben auch das Land Rheinland-Pfalz überzeugt, das im ersten Schritt für die Vorplanung und Bürgerbeteiligung (1. und 2. Leistungsphase) rund 3 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Gemäß den vorhandenen Förderbedingungen seien laut der Projektverantwortlichen eine 75 % Förderung der Investitionskosten durch den Bund sowie ggf. eine zusätzliche Landes-Kofinanzierung zu erwarten. Sofern einzelne Trassenverläufe vom Fördergeber als Reaktivierung anerkannt werden, wäre sogar eine 90 %ige Bundesförderung für Teilabschnitte der künftigen Stadtbahntrasse möglich. Zurzeit wird von einem Gesamtvolumen der Maßnahme von rund 200 Millionen Euro für die Ost-West-Achse ausgegangen.
 
Welche Vorteile hat Dannstadt-Schauernheim vom Pfalztram-Projekt? Die Stadtbahn schließt die Verbandsgemeinde komfortabel, barrierefrei und ohne Umsteigen an die Innenstadt von Ludwigshafen und die umliegenden Orte an. Auf der Linie ab Mannheim über Ludwigshafen bis Dannstadt soll die Stadtbahn im 20-Minuten-Takt unterwegs sein. Neben Dannstadt-Schauernheim werden auf der Ost-West-Achse auch Ludwigshafen-Maudach und Mutterstadt angebunden. Auf einer Nord-Süd-Achse sollen zudem Ludwigshafen-Pfingstweide, -Oppau und Edigheim sowie Neuhofen und Waldsee angebunden werden. Die bislang untersuchten Trassenkorridore werden mit den Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickelt und im Zuge der Vorplanung konkretisiert. 
 
Stichwort Bürgerdialog: Frühzeitig mit der Bürgerschaft vor Ort in den Dialog treten - das ist den beteiligten Partnern – dem Land Rheinland-Pfalz, dem Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, dem VRN und dem rnv – besonders wichtig. Und so bestand schon während der Veranstaltung die Möglichkeit,online Fragen an die Referenten zu stellen. Bis zum Ende der Vorträge waren 33 Fragen aus dem Publikum eingegangen, von denen einige gleich beantwortet wurden. Im Anschluss an das Plenum standen im ZAS Projektverantwortliche und Experten an Stehtischen und Informationstafeln für Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern bereit.

Bild von links nach rechts: Michael Batze – Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) Thomas Weisenstein – Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) Sophie Ziegler – OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co. KG (Planungsbüro) Dr. André Schaffrin – ifok Gmb.


Schon im Vorfeld der Veranstaltung waren nach dem Zufallsprinzip rund 800 Bürgerinnen und Bürger aus Dannstadt-Schauernheim ausgewählt worden, um sich um die sechs Plätze für die Ortsgemeinde in dem zusätzlich eingerichteten Pfalztram-Forum registrieren zu  können. Auch über diesen Weg soll Mitsprache im Planungsprozess ermöglicht werden. Mittels Infoständen, Trassenspaziergänge oder Sprechstunden vor Ort wollen die Projektpartner möglichst viele Bürgerinnen und Bürgern erreichen; eine Pfalztram-Webseite befindet sich derzeit im Aufbau und ist unter www.pfalz-tram.de abrufbar.