Bericht und Bild von Dr. Andrea Clemens.
Die Kerwe Schauernheim wurde erstmals vom neuen Verein Esel Twenty Five organisiert, der damit in die Fußstapfen der früheren Kerwegemeinschaft getreten ist.
Offiziell eröffnet wurde die Kerwe am Samstagnachmittag am Sagenbrunnen im Beisein von Ortsbürgermeisterin und Ortsbeigeordnetem sowie vieler Zuschauer. Zuvor wurde die Kerwe bei Familie Handrich in der Hintergasse 9 ausgegraben und mit einem Bollerwagen gezogen von Kerwe-Moderator Ralph Neber, begleitet von Kerwepfarrer in Vertretung Dieter Bayer zum Kerweplatz transportiert. Kerwe-Prinzessin Lena I. (Lena Hauck-Jonait) fuhr zusammen mit Kerweborsch Leon Lekic auf einem Oldtimer-Traktor vor und Kerwerätsch Elke Seyfarth-Barth kam im Cabrio an. Die Männer von Esel Twenty Five stellten unter dem Applaus der Besucher den Kerwebaum als Symbol für das viertägige Kerwegeschehens auf.

Mit humorvollen Reimen führte Moderator Ralph Neber durch die Eröffnung. Prinzessin Lena I. begrüßte im Dialog mit Kerweborsch Leon ihr Kerwevolk und hofft, dass die wieder neu aufgelebte Tradition des Kerweborschen in die Zukunft geführt werden kann. Die beiden öffneten auch den Sarg und holten die Kerwe, eine Flasche „Feschdwoi“, ans Tageslicht und mit dem traditionellen Schluck Wein war die Kerwe dann offiziell eröffnet.
Kerwerätsch Elke Seyfarth-Barth blickte mal humorig, mal kritisch auf die Geschehnisse im Ort im vergangenen Jahr zurück. Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann begrüßte die offiziellen Gäste und freute sich viele junge Leute zu sehen. Sie dankte dem Esel Twenty five und allen Kerwe Beteiligten für ihren Einsatz, insbesondere dem evangelischen Singkreis und dem SV Schauernheim sowie dem Bauhof für ihr Engagement.
Kerwepate Kaplan Jaimon übergab ein Weinpräsent als Patengeschenk und wünschte allen eine schöne Kerwe. Musikalisch brachten sich die Kindergartenkinder mit ihren Erziehern und die Schulkinder mit ihren Lehrern mit dem "Gutelaune-Lied" ein. Die Grundschulkinder präsentierten noch das Gutselstandlied in Pfälzisch, Hochdeutsch und Englisch.
Statt eines Fassbieranstiches brachte Esel Twenty Five ein Weinfass auf den Platz, von dem Freiwein ausgeschenkt wurde. Dazu wurden kleine Weingläser mit Dannstadt-Schauernheim-Logo verkauft, mit deren Reinerlös die Arbeit des neugegründeten Esel Twenty Five unterstützt werden soll. Sowohl der Wein wie auch die Gläser wurden durch die Ortsgemeinde gespendet. Eine Aktion die bei den Besuchern auf viel positive Resonanz stieß.
Die Aussteller erfreuten sich ebenfalls über sehr positive Rückmeldungen durch die Kerwebesucher. Gefeiert wurde dann bis Montag, mit Kerwe-Gottesdienst, Kinderprogramm, Musik, Speisen und Getränken. Am Montagabend wurde die Kerwe dann wieder unter lautem Klagen der Klageweiber und Klagemänner von Kerwepfarrer Dieter Bayer bis zum nächsten Jahr zur Ruhe gebettet.
