Im Rahmen einer Feierstunde hat die öffentliche Verbandsgemeinderatssitzung am Donnerstag, 21.05.2026, um 18 Uhr im Zentrum Alte Schule in Dannstadt stattgefunden, mit zwei Tagesordnungspunkten: zunächst die Ernennung, Vereidigung und Amtseinführung des neu gewählten Bürgermeisters Walter Schmitt durch den amtierenden Bürgermeister Stefan Veth, und dann die Verabschiedung von Bürgermeister Stefan Veth.
Und so wohnte der Begrüßung der rund 450 Gäste durch Bürgermeister Stefan Veth auch schon ein Abschied inne, als er die Sitzung eröffnete und ihre Rechtmäßigkeit feststellte. Es erfolgte die Vereidigung von Walter Schmitt als neuem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim zum 3. Juni 2026 und die Überreichung der Ernennungsurkunde.

Bei seiner Antrittsrede dankte Walter Schmitt den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Vertrauen. „Für mich ist das ein besonderer Moment“, sagte Walter Schmitt, der vor rund 20 Jahren in die Kommunalpolitik eintrat. Die Begegnungen mit den Menschen in dieser Zeit seien eine Bereicherung. „Nun folgt eine neue Aufgabe, als Leitung der Verwaltung und ich freue mich auf diese Zeit sehr.“ Die Verbandsgemeinde lebe von dem Zusammenspiel mit den Ortsgemeinden und davon, deren Impulse aufzunehmen. Als einen Schwerpunkt nimmt sich Walter Schmitt das Thema Ehrenamt vor, das es zu stärken gelte. „Mein Glauben gibt mir Halt und die christlichen Werte Vertrauen, und so wird die Ökumene ein wichtiges Vorhaben sein.“ Bei seiner Arbeit seien „zuhören, Beständigkeit und Zielstrebigkeit“ die Schlüssel für erfolgreiche Entscheidungen. „Und ich weiß, dass aus diesen drei Punkten Vertrauen erwächst.“
„Sinnbild für den Bürgermeister ist ein Kapitän, der das ‚Boot Verbandgemeinde‘ sicher durch Höhen und Tiefen segelt“, eröffnete der Erste Beigeordnete Marc Hauck die Laudationen der Verbandsgemeinde-Beigeordneten. In den vergangenen Jahren seien angesichts von Ereignissen wie Covid oder Energiemangellage „Entscheidungen in Echtzeit“ getroffen worden und hätten der Organisation viel abverlangt. Im Team sei dies gelungen. Als „großen Erfolg“ wertete Marc Hauck das „offene Rathaus, wo Bürgerinnen und Bürger eintreten können ohne Termine vereinbaren zu müssen“. Marc Hauck überreichte mit „aufrichtigem Dankeschön“ die Dankesurkunde an Stefan Veth und würdigte dessen überdurchschnittliche Erfolge.
Mit einem Blick auf Lebensweg und Lebenswerk von Stefan Veth reihte sich der Beigeordnete Reiner Kesselring in die Laudatio der drei Verbandsgemeinde-Beigeordneten ein. Nach 27 Jahren im Polizeidienst, dem Erfüllen des Ehrenamtes als Vorsitzender der Gewerkschaft Bund Deutscher Kriminalbeamter, einem Studienabschluss als Diplom-Verwaltungswirt FH und Familiengründung war Stefan Veth von der Arbeit als Mordermittler bei der Kriminalpolizei Ludwigshafen vor 16 Jahren als frisch gewählter Bürgermeister in den Dienst der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim eingetreten. Neben dieser hauptamtlichen Tätigkeit sei Stefan Veth immer in vielen Ehrenämtern aktiv, darunter als Sänger in der Chorgemeinschaft Dannstadt, dem Historischen Verein der Pfalz und dem Kultur- und Heimatkreis Dannstadter Höhe. Reiner Kesselring: „Ich möchte danke sagen, für 16 Jahre Ehrlichkeit und gute Zusammenarbeit.“
„Vertrauen, Verlässlichkeit, Stabilität und führen mit ruhiger Hand“, das bescheinigte die Beigeordnete Marion Strese Bürgermeister Stefan Veth. „16 Jahre sind eine lange Zeit, mit vielen Entscheidungen, die von dir stets mit Weitblick und Erfahrung getroffen wurden.“ Sowohl Straßen und Gebäude wie auch Projekte wie die geplante Pfalztram würden sichtbar Stefan Veths Handschrift tragen. „Doch wie im Theater spielt sich auch im Leben nicht immer alles im Rampenlicht ab.“ Und so erinnert Marion Strese an lange Abende, wenn alle schon das Rathaus verlassen hatten, nur noch ein Licht brannte und Stefan Veth im Stillen seine Arbeit erledigte. „Loyalität zeigt sich in schwierigen Momenten, doch du warst auch da, wenn es Gegenwind gab.“ Unbequemen Entscheidungen sei er nie aus dem Weg gegangen. „Ich empfinde Dankbarkeit auf allen Ebenen, und das Schöne ist: das von dir etwas bleibt“, schloss Marion Strese ihre Laudatio.
Stefan Veth leitete zu den Grußworten über mit den Worten: „Es ist eine Veränderung, mit der ich nicht so schnell gerechnet hatte, mit der ich in den letzten Wochen jedoch meinen Frieden gemacht habe. Was bleibt, ist Dankbarkeit. Meinem Nachfolger Walter Schmitt wünsche ich ein glückliches Händchen für seine Amtszeit.“ Ein Anliegen sei ihm, an die anwesenden Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz gerichtet, dass man hauptamtliche Bürgermeister nicht in eine dritte Amtszeit zwingen und auf das Pensionsalter 67 Jahre festlegen sollte, um die Altersversorgung zu erreichen. „Zwei Amtszeiten verlangen einem viel ab.“
Den Auftakt der Grußworte sprach als langjähriger Weggefährte Landrat Volker Knörr. Stefan Veth habe sich während seiner 16-jährigen Dienstzeit viel Wissen angeeignet und mehr Sitzungsunterlagen gelesen, als andere Menschen Bücher in ihrem ganzen Leben. Mit viel Engagement habe er auch im Kreis Projekte vorangebracht, wie zum Beispiel den Aufbau der kreisweiten Geschwindigkeitsüberwachungen oder den Aufbau des Krisen- und Verwaltungsstabs, und er habe „Strukturen geschaffen, die tragen.“ Volker Knörr zeigte sich erfreut, dass Stefan Veth dem Kreistag als ordentliches Mitglied und auch dem Kreiswohnungsausschuss erhalten bleibe.
Moritz Petry, Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz, hieß Walter Schmitt „in der kommunalen Familie willkommen“. Er griff Stefan Veths Anregung auf und wolle sich im Land dafür einsetzen, die verpflichtende Amtszeit für hauptamtliche Bürgermeister auf zwei Perioden zu verkürzen. Moritz Petry lobte den Festakt als eine „Veranstaltung mit viel Würde“ und dankte Stefan Veth für sein langjähriges Wirken im Landesvorstand.
„Sein Wort gilt“ – Andreas Poignée, der stellvertretend für alle haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeister des Landkreises das Grußwort sprach, lobte Stefan Veth als „stets an der Sache orientierten Kollege, verlässlich und mit Augenmaß“. „Und gerade in einer Zeit, in der Anforderungen an Bürgermeister höher werden, ist Verlässlichkeit wichtig.“
„Kommunalpolitik ist mehr als Zahlen und Sitzungen, und sie besteht oft aus Entscheidungen, die unpopulär sind“, so Christoph Saliba, CDU-Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat und stellvertretend für alle Ratsfraktionen. Stefan Veth habe auch bei diesen Entscheidungen stets das Wohl der Verbandsgemeinde im Blick behalten, auch wenn es Gegenwind gab – „darin zeigt sich Führung“. Jetzt übergebe Stefan Veth ein „gut bestelltes Feld“ an Walter Schmitt, mit dem Christoph Saliba gemeinsam weiter anpacken wolle für eine lebenswerte Verbandsgemeinde.

„Walter Schmitt kennt die Werte, die die Feuerwehr lebt, weil er selbst einmal Teil von ihr war“, eröffnete Christopher Diehl als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim sein Grußwort, und sicherte ihm „volle Unterstützung und Einsatzstärke“ zu. Christopher Diehl würdigte insbesondere die Leistung und persönliche Unterstützung von Stefan Veth beim Zusammenführen der vier Ortswehren zu einer Verbandsgemeinde-Wehr. „Wir sind jetzt eine verbundene Einheit!“ Im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes wandle sich die Feuerwehr schnell und intensiv. Hier habe Dienstherr Stefan Veth als „stabilisierendes Rückgrat“ gewirkt, sodass die Wehren diese Entwicklung als stabile Einheit überstehen konnten.
Für einen beschwingten Abschluss des Festaktes sorgten der Katholische Musikverein Hochdorf mit der Blaskapelle Assenheim; die Bewirtung im Anschluss übernahm der Kultur- und Heimatkreis Dannstadter Höhe e.V.
