An der gleichnamigen Aktion „Kommunen am Limit“ der kommunalen Spitzenverbände, wie dem Gemeinde- und Städtebund, beteiligen sich daher heute in der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim die Ortsgemeinden Rödersheim-Gronau, Hochdorf-Assenheim und Dannstadt-Schauernheim.
Alle haben sich prägnante Einrichtungen ausgesucht, die erst durch die freiwilligen kommunalen Leistungen die Qualität erreichen, die sie aktuell haben. Doch es sind gerade diese freiwilligen Leistungen, die zusätzlich zu den gesetzlich auferlegten Pflichtaufgaben erbracht werden und aus Sicht der drei Ortsgemeinden auf der Kippe stehen. Grund seien die immer weiter steigenden finanziellen Mehrbelastungen der Kommunen, die durch Vorgaben aus dem Bund und den Länder verursacht würden.
Folgende Einrichtungen für die Bildung, die Lebensqualität der Menschen, für die Kinder- und Jugendhilfe haben sich Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann, Ortsbürgermeister Thomas Angel und Ortsbürgermeister Walter Schmitt ausgesucht, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen:

Der Kulturhof Schrittmacher, ein Leuchtturm und beliebter Treffpunkt für Jung und Alt, beherbergt unter anderem die hervorragend aufgestellte Bücherei Dannstadt, des weiteren ein Café, einen Discoraum, Theaterraum, ein Fotolabor und einen Videoraum. Ein Nebengebäude wurde zu einem Kinderhaus ausgebaut, in dem sich Kinder zum angeleiteten Basteln oder Spielen treffen.
Auf dem nebenstehenden Bild zu sehen: Die Gemeindebücherei Dannstadt im Kulturhof Schrittmacher. Hier machen Bürgermeister Walter Schmitt, die Ortsbeigeordneten Barbara Härtel-Overbeck und Marc Hauck (von links nach rechts) und Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (vorne, sitzend) anhand von Schildern auf die Notlage der Kommunen aufmerksam.

Für Rödersheim-Gronau wurde das Haus am Marienplatz in Rödersheim ausgewählt, ein beliebter Kinder- und Jugendtreff. In dem mit Mitteln der Ortsgemeinde Rödersheim-Gronau und ehrenamtlichen Helfern ertüchtigten Gebäude halten auch Vereine ihre Sitzungen ab. Zwischenzeitlich hat sich dort auch eine Hausaufgabenhilfe, getragen von Ehrenamtlichen und das Café Miteinander, das aus der Flüchtlingshilfe hervorgegangen ist, etabliert. Dauerhaft ist in dem Gebäude auch das Sozialhistorische Zigarrenfabrikmuseum der Pfalz untergebracht.
Auf dem nebenstehenden Bild zu sehen: Das Haus am Marienplatz im Ortsteil Rödersheim. Hier machen Verbandsbürgermeister Walter Schmitt, Ortsbürgermeister Thomas Angel und der Ortsbeigeordnete Reiner Kesselring (hinten von links nach rechts) und die Ortsbeigeordnete Gudrun Hauck-Reiß (vorne stehend) mit der symbolischen Absperrung des Hauses am Marienplatz und entsprechenden Schildern auf die Notlage der Kommunen aufmerksam.

Besonders für Trauungen und kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Vorträge ist das Historische Rathaus im Ortsteil Assenheim beliebt. Außerdem ist es ein wichtiges Zentrum der örtlichen volkshochschule (vhs) für deren Kurs- und Weiterbildungsangebot. Deshalb hat Ortsbürgermeister Walter Schmitt, der gleichzeitig Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist, das liebevoll restaurierte Gebäude für den Aktionstag „Kommunen am Limit“ ausgewählt.
Auf dem Bild zu sehen: Das Historische Rathaus Assenheim. Hier machen die Ortsbeigeordneten Stefan Frombold und Martina Hoffmann und Ortsbürgermeister Walter Schmitt (von links nach rechts) mit der symbolischen Absperrung des Historischen Rathauses und entsprechenden Schildern auf die Notlage der Kommunen aufmerksam.
Hintergründe zu dem bundesweiten kommunalen Aktionstag "Kommunen am Limit" am 22.06.2026
Die kommunalen Spitzenverbände rufen alle Städte, Gemeinden und Kreise in Deutschland am 22.06.2026 zu einem bundesweiten Aktionstag unter dem Titel „Kommunen am Limit“ auf. Ziel ist es, in einer flächendeckenden deutschlandweiten Kampagne mit Aktionen vor Ort auf die finanzielle Situation der Kommunen aufmerksam zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern zu verdeutlichen, welche Leistungen und Angebote vor Ort durch die fehlenden Finanzmittel bedroht sind.
Der Aktionstag adressiert Bürgerinnen und Bürger sowie die Politik in Bund und Ländern. Den Bürgerinnen und Bürgern soll vermittelt werden, dass die kommunale Finanznot keine abstrakte Zahl ist. Gegenüber der Politik lautet die Forderung, das kommunale Finanzierungsdefizit zu beseitigen und den Grundsatz „Wer bestellt, bezahlt“ mit Leben zu füllen.

