Film ab für alle Generationen: 17. Europäisches Filmfestival in Dannstadt-Schauernheim

Vorbericht von Marion Strese.

Das Europäische Filmfestival der Generationen steht wieder vor der Tür: Vom 9. bis zum 20. Oktober 2026 verwandelt sich das Zentrum Alte Schule (ZAS) in Dannstadt-Schauernheim erneut in einen Filmpalast. Die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim beteiligt sich bereits zum 12. Mal an dem bundesweiten Festival und lädt gemeinsam mit der Kreisvolkshochschule des Rhein-Pfalz-Kreises zu insgesamt vier Filmvorführungen ein. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Im Mittelpunkt des Festivals stehen Filme, die sich mit dem Älterwerden, unterschiedlichen Lebensphasen, gesellschaftlichen Veränderungen und dem Miteinander der Generationen beschäftigen. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um die Herausforderungen des Alters. Die Filme erzählen von Lebensfreude, Selbstbestimmung, Freundschaft, Familie, Zusammenhalt und den vielen Möglichkeiten, die das Leben in unterschiedlichen Lebensabschnitten bereithält. Die Filme sollen zum Nachdenken anregen, aber vor allem dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen.

In diesem Jahr kommt ein besonderer Film dazu
Traditionell richtet sich das Abendprogramm vor allem an ein erwachsenes Publikum. Seit einigen Jahren geht die Verbandsgemeinde jedoch einen weiteren Schritt und öffnet das Festival auch für die jüngere Generation. Seit 2023 gibt es in Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen zusätzliche Filmangebote für Kinder. So wurden bereits zahlreiche Schülerinnen und Schüler zu eigenen Filmvorführungen ins Zentrum Alte Schule eingeladen. 
In diesem Jahr wird daraus ein ganz besonderes Angebot: Erstmals gibt es einen Film, der ausdrücklich als gemeinsames Erlebnis für mehrere Generationen gedacht ist.

Denn gleich zwei der diesjährigen Termine liegen in den Herbstferien. Diese Gelegenheit möchte die Verbandsgemeinde nutzen, um nicht nur Kinder und Erwachsene getrennt anzusprechen, sondern sie gemeinsam ins Kino zu holen. Eingeladen sind deshalb große und kleine Filmfans ab etwa acht Jahren – gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern.

Auf dem Programm steht am Freitag, 16. Oktober 2026, um 15 Uhr der mehrfach ausgezeichnete Kinderfilm „Auf Augenhöhe“ von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf. Der deutsche Film aus dem Jahr 2016 erzählt die Geschichte des zehnjährigen Michi, der in einem Kinderheim lebt und sich auf die Suche nach seinem Vater macht. Als er ihn schließlich findet, ist die Überraschung groß: Sein Vater Tom ist kleinwüchsig. Michi reagiert zunächst enttäuscht und ablehnend. Doch nach und nach lernen sich Vater und Sohn kennen und begegnen sich schließlich tatsächlich „auf Augenhöhe“. 
Der Film verbindet eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit wichtigen Themen wie Toleranz, Offenheit, Empathie und dem respektvollen Umgang mit Menschen, die anders sind. Gerade deshalb bietet er viel Stoff für Gespräche – und das nicht nur zwischen Kindern und Erwachsenen, sondern auch zwischen den Generationen.

Vier Filme, vier unterschiedliche Geschichten
Das weitere Festivalprogramm richtet sich wieder überwiegend an Erwachsene. 
Den Auftakt macht am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr die Tragikomödie „Die Ironie des Lebens“ mit Uwe Ochsenknecht und Corinna Harfouch. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen, die sich nach 25 Jahren wieder begegnen und angesichts von Krankheit, Familie und dem Älterwerden neu aufeinander zugehen. 
Am Freitag, 16. Oktober, um 19 Uhr folgt „Es sind die kleinen Dinge“, eine französische Komödie über Gemeinschaft, Solidarität und die Frage, dass Lernen und persönliche Entwicklung keine Altersgrenze kennen. 
Den Abschluss bildet am Dienstag, 20. Oktober, um 19 Uhr das französische Generationen-Roadmovie „Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter“. Eine 80-jährige Frau macht sich gemeinsam mit ihrem Sohn, ihrer Enkelin und ihrem Pfleger auf eine ungewöhnliche Reise. Der Film erzählt humorvoll und zugleich berührend von Familie, Selbstbestimmung, Lebenskrisen und der besonderen Verbindung zwischen den Generationen.

Gemeinsam schauen, gemeinsam ins Gespräch kommen
Das Besondere am Europäischen Filmfestival der Generationen ist dabei nicht allein die Auswahl der Filme. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen. Ein Film kann Erinnerungen wecken, unterschiedliche Sichtweisen sichtbar machen und Gespräche anstoßen, die über den Kinosaal hinausreichen. Mit dem zusätzlichen Familienfilm möchte die Verbandsgemeinde genau diesen Gedanken noch stärker leben: Warum nicht einmal gemeinsam mit den Großeltern ins Kino gehen? Oder mit Mama und Papa einen Film anschauen, über den anschließend alle etwas zu erzählen haben? 
Das Zentrum Alte Schule soll in den Herbstferien deshalb zu einem Ort werden, an dem sich Generationen begegnen – ganz unkompliziert, ohne Eintritt und mit einer guten Geschichte auf der großen Leinwand. 
Wir freuen uns auf viele große und kleine Besucherinnen und Besucher und auf ein Filmfestival, bei dem nicht nur Filme gezeigt, sondern auch Begegnungen geschaffen werden.


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