Portrait Schackstedt

Gegründet wurde der Ort von den Hermunduren, vermutlich im 1. Jh. n. Ch. Zahlreiche Funde weisen jedoch auf eine viel ältere Besiedlung hin. Die Grenzlage machte im 7. Jh. die Ansiedlung eines Ritters mit Gefolge notwendig. Durch einen gelenkten Zuzug von Sachsen, Franken und Wenden entstanden kleine geschlossene Bebauungskomplexe, welche die Ausgangskerne für das sich später entwickelnde Haufendorf bildeten.

An die Missionstätigkeit der Iroschotten im 7. Jh. erinnert der Name der St. Kilianskirche, welche dem iroschottischen Bischof Kilian gewidmet war. Durch das Hörigenverzeichnis von Scegenstete erfahren wir, dass um 747/48 etwa 300 Einwohner des Dorfes dem Missionar und Bischof Bonifatius und damit dem Kloster Fulda gegenüber zins- und lehnspflichtig wurden.

973 erfolgte zwischen den Klostern Fulda und Magdeburg ein Gebietsaustausch. In dieser Urkunde ist Scekensted erstmalig im Zusammenhang mit einem Datum erwähnt worden. Die Zugehörigkeit zum Magdeburger Erzbistum endete 1681.

Im Laufe der Geschichte gingen Seuchen, Kriege und Naturkatastrophen nicht spurlos an unserem Heimatort und an seiner Bevölkerung vorüber. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. wanderten, auf der Suche nach besseren Lebensverhältnissen, nicht wenige Handwerker- und Kleinbauernfamilien nach Amerika aus. Bis zu Beginn des 2. Weltkrieges hatten sich die Schackstedter Einwohner einen bescheidenen Wohlstand erarbeitet. Sie pflegten ihre alten Traditionen und feierten überlieferte Feste.

Durch die Bodenreform 1945 wurde eine gesamte wirtschaftliche Umstrukturierung eingeleitet, welche auch Jahre nach der Wiedervereinigung ihre Spuren zeigt. In den letzten 10 Jahren führten Maßnahmen der Dorferneuerung zur Erweiterung und Verschönerung der Grünanlagen innerhalb der Ortslage. Ein sehr gepflegter Sportplatz und eine Kegelbahn stehen zur Verfügung. Die Kulturarbeit im Dorfe leisten die Mitglieder des Karnevals- und Sportvereins und die Angehörigen der Feuerwehr. Landwirtschaft und Dienstleistungsbetriebe prägen auch noch heute den Charakter unseres Dorfes.

Schackstedt gehört heute zur Verwaltungsgemeinschaft Saale-Wipper.