Ortsteil Gronau, Erwähnungen und Wandlungen des Ortsnamens Alsheim

Aus „Aus der Geschichte von Rödersheim-Gronau“
von Josef Zech, herausgegeben 1978


E. Schroder untersucht in seinem Buche „Deutsche Namenskunde“ (S. 246/247) sehr ausführlich gerade diesen Dorfnamen „Alsheim“ (II, 13). Schröder schreibt;

„So hätten wir denn auf verhältnismäßig engem Raume in Rheinhessen in Harxheim und Alsheim (früher „Alahesheim“) die beiden altgermanischen Heiligtumsbezeichnungen „harah“ und „alah“ (2) nebeneinander.“ Christmann beschäftigt sich mit dieser Schröderschen Deutung und stimmt ihr zunächst zu in der Hoffnung, irgendwann einmal den genaueren Ort dieses germanischen Heiligtums finden zu können. Als Alsheimer ist man ja versucht, diesen Heiligtumsort in der Mitte des fast quadratischen Rechtecks zu suchen, das aus der Hauptstraße und der Hintergasse gebildet wird. In einer späteren Untersuchung ist Christmann der Meinung, dass der Name für unser Alsheim einfach eine Übertragung des Namens vom rheinhessischen Alsheim sei. Er begründet dies auch genauer mit der fränkischen schubweisen Besitzergreifung vom Niederrhein her. Die erste schriftliche Erwähnung von „Alsheim“ verdanken wir einer zufälligen Besitzänderung, die im „Codex Laureshamensis“ erwähnt wird. (Siehe unter „Ersterwähnungen").


Veränderungen des Ortsnamens „Alasheim“: Alahesheim im
Jahre 782

In einer Urkunde des Hochstifts Speyer (H. Sp. U. 88) heißt es im Jahre 1271 „…an der Alahesheimer Strazze…“

"Alesheim“ (Gl. N. U. 24) wird im Jahre 1300 genannt

In einer anderen Urkunde (Gl. U. 181 heißt es im Jahre 1409 "… in Alsheimer Gemarkung…"

Im Jahre 1786 (W. Kpf. II, 273) erscheint die Bezeichnung Alsheim.

In vielen Urkunden zwischen den Jahren 1700 und 1800 erscheint in den Akten des Staatsarchivs Speyer auch der Ortsname „Altzey bei Cronau“.

1828 (Rheinbayern S. 145 und 1836 (Frey II, 181) ist die Schreibweise „Alsheim“.

Im Volksmund wurde aber Alsheim mehr mit „Gronaa“ (wobei das „o“ nasal gesprochen wird) als mit „aalsem“ bezeichnet.