Sommerferienprogramm - So war's

Spaß auf dem Wasser und im Wald - die Ortsranderholungen mussten zwar wegen der Corona-Pandemie ausfallen, dafür hat die Kinder- und Jugendpflege ein super Sommerprogramm organisiert. Wie es war, lesen Sie hier.

Ersatz-Programm "Pfälzerwald"   

Das Ferien-Ersatzprogramm "Pfälzerwald" fand als eine von drei parallel angebotenen Ferienbetreuungsmaßnahmen der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim statt, die als Alternativen zu den Corona-bedingt abgesagten Ortsranderholungen angeboten wurden.

Dieses Teil-Angebot wurde von Jugendpfleger Thomas Göhner und einigen ehrenamtlichen Helfer*innen durchgeführt. Anstelle der ursprünglich geplanten zweiwöchigen "Ortsranderholung Pfälzerwald" mit ca. 30 Kindern gab es ein einwöchiges Programm für Kleingruppen mit jeweils acht Kindern. Dieses fand jedoch in Varianten gleich vier mal in Folge statt, also vier Wochen lang. Die Idee dahinter war, ein Veranstaltungsformat anzubieten, das trotz strenger Corona-Regeln ein attraktives Freizeitangebot für die teilnehmenden Kinder darstellt, bei minimiertem Ansteckungsrisiko.


Obwohl unser Hauptaufenthaltsort der Wald sein sollte, diente uns der gut vorbereitete Kinder- und Jugendtreff des Kulturhof Schrittmacher als Treffpunkt, Basislager und Rückzugsort für Starkregen, Gewitter und Extrem-Hitze. "Gut vorbereitet" heißt, dass wir den Kinder- und Jugendtreff mit "Einbahnstraßen", Toilettenampel, Desinfektions-Spendern, Plexiglas-Trennschutz an heiklen Stellen (z.B. Tischkicker, Theke), Schildern für Eingang, Ausgang, zulässige Personenzahlen für die jeweiligen Räume, symbolische Erläuterung der Hygieneregeln, etc. ausgestattet hatten.

In diesem Zusammenhang geht ein großer Dank an den Hausmeister, Dirk Hammer, der am Tischkicker den effektiven "Spuckschutz" angebaut hat und uns geholfen hat, alle räumlichen Vorbereitungen umzusetzen.

Für die Kids gab es Holz-Greifer (u.a. für den "Einwurf" des Tischkicker-Balles), Metall-Zangen für den Aufbau der Billardkugeln, "Abklatsch-Hände" aus Isolations-Röhren mit angeklebtem Baumwoll-Handschuh für "Personenschach" und Fangspiele. "Murmel-Reise" wurde mit 150cm Plastik-Rohren "distanziert" gespielt und viele weitere Spiele kreativ umgestaltet. 


Kurz vor der tatsächlichen Durchführung der Betreuung kamen Lockerungen, die durch Änderungen der geltenden Hygienevorschriften für Ferien-Betreuungen bekannt gegeben wurden. Die Lockerungen erlaubten uns eine nahezu perfekte Freizeitgestaltung. Wir konnten nicht nur im Wald Masken-frei Lagerbau und Taschenmesserschnitzen anbieten, auch im Kinder- und Jugendtreff durften wir die Maskenpflicht auf ein Minimum beschränken, so dass mit dem Einbahnstraßensystem, der Toilettenampel, sowie dem Spiegel im Treppenhaus weitestgehend mit gutem Abstand und ohne Masken agiert werden durfte.


Der Schwerpunkt "Wald" wurde unterschiedlich gestaltet. Wir boten neben Lagerbau mit Schnitzen & Sägen, Slackline-Balancier-Spiele, eine neue Waldschaukel und diverse Waldspiele von Schnitzeljagd bis Vertrauensspaziergang. Weitere Highlights waren eine "Felsexkursion" und eine "Historische Expedition".

Eines der wichtigsten Utensilien waren unsere Händewasch-Boxen. In jedem der zwei Kleinbusse, die mit maximal 4 "maskierten" Kindern besetzt wurden, führten wir diese mit uns. Sie bestanden aus jeweils drei Kanistern mit gekühltem Leitungs-Wasser, Schläuchen, Ball-Pumpe und biologisch abbaubarer Seife. Damit konnten wir im Wald und vor jeder Busfahrt perfekte Händehygiene für alle Teilnehmenden gewährleisten.

Da die Kletterhallen inzwischen wieder geöffnet hatten, konnten wir Kletterausflüge anbieten. Die Kids waren begeistert und motiviert dabei.

Während der Phasen im Kinder- und Jugendtreff als Basislager, führten wir nebenbei eine Spiele-Olympiade durch. Es konnten in verschiedenen Disziplinen (Dosenwerfen(!), Tischkicker, Billard, Darts und andere Spiele) Punkte gesammelt werden – eine altersabhängige Punktetabelle sorgte für Gerechtigkeit, die von allen akzeptiert wurde.


Selbst auf das beliebte Fangen mussten die Kinder nicht verzichten. Mit den langen Abklatsch-Händen konnte der Abstand auch beim Spielen eingehalten werden. Fotos: frei


Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr eine "normale" Ferienbetreuung anbieten können. Aber wie es auch kommen mag – die Erfahrungen der diesjährigen Ferien-Betreuung sind in jeder Hinsicht wertvoll für zukünftige Angebote – mit oder ohne Corona-Regeln.

Jugendpfleger Thomas Göhner

(24.08.2020)


Trotz Corona wertvolle "AHA-Erlebnisse" in den Sommerferien 2020




Sogar dieses Jahr in der „Covid 19 Pandemie“ arrangierte die Kinder- & Jugendpflege der Verbandsgemeinde (VG) Dannstadt-Schauernheim eine Sommerferienbetreuung für Kinder. Diese gestaltete sich allerdings vollkommen anders, als das gewohnte Angebot aus den Jahren vor Corona. Statt 120 Kindern pro Woche am Baggersee in Lingenfeld, wurden nur acht Teilnehmer pro Woche in das Programm von VG- Jugendpfleger Werner Kopf aufgenommen. Die Teilnehmer wurden von den mitwirkenden Betreuern mit Kleinbussen abgeholt. In jedem Bus befanden sich vier Kinder, natürlich mit Maske und ausreichend Abstand.


Kajak-Touren und Kakteenland

Kurz vor Sommerferienbeginn wurde der Baggersee Lingenfeld (BaLi) wieder für Besucher geöffnet, sodass wir an zwei Tagen dort Station gemacht haben. Das Haus am See öffnete für unsere kleinen Gäste sogar bei Regen und versorgte uns montags mit Wurstsalat, Pommes und einem Eis und mittwochs mit großen Pizzen und Pudding zum Nachtisch. Auf bzw. in dem See wurde wie gewohnt gepaddelt, geschwommen und für fortgeschrittene Paddler die „Eskimorolle“ geübt. Für besonders Mutige wurde der „Killerloup“ inszeniert. Dabei kippt das Kajak nach vorn oder nach hinten um und man muss sich unter Wasser aus dem Kajak befreien. Ebenso fanden Tagestouren mit den Booten auf den Altrheinarmen statt. Am Strand wurde fleißig gekniffelt, natürlich mit sportlichem Einsatz für die Verlierer und einem Eisbecher für alle Gewinner. Bei schlechtem Wetter wurde kurzerhand umdisponiert und ein Ausflug in das Kakteenland bei Kandel gemacht. Dort konnte es der ganzen Gruppe die gute Laune nicht verregnen und alle Kinder bekamen zum Abschied noch einen stacheligen Begleiter für zuhause.



Wildwasserschwimmen und Wandern

An den anderen drei Tagen der Woche ging es nach Leimersheim. In Leimersheim fließt der Rhein in einen Altrheinarm, am sogenannten Schwall. Dort wurde ebenfalls fleißig gepaddelt, den Altrheinarm entlang gemütlich mit der Strömung bis zu einem See. Auf einer Kiesbank wurde dann ein Highlight der Fahrten ausgepackt: eine Kühltasche voller Obst. Für jeden Geschmack war etwas dabei, Melone, Banane, Pfirsiche, Aprikosen etc., und der erste Hunger war gestillt. Nach der Pause wurde das Mittagessen verdient, da es den Altrheinarm gegen die Strömung wieder aufwärts in Richtung Rheinschänke ging. „SchniPoSa“ (Schnitzel, Pommes und Salat) warteten dort schon auf uns. Die Rheinschänke änderte für unsere Gruppe extra die Öffnungszeiten und bot auch zur morgendlichen Zusammenkunft immer Plätze in der Morgensonne an. So verliefen die Dienstage während der Sommerferien. Donnerstags und freitags wurde Wildwasserschwimmen angeboten oder auch bei kälteren Temperaturen eine Wanderung gemacht oder der Abenteuerspielplatz besucht. Mit Schwimmweste und Helm ging es den Schwall hinunter, um eine Insel herum zur Anlandestelle der Boote. Alle hatten großen Spaß, in das kühlende Nass zu springen, denn die Sonne gab alles, was sie hatte, und die Temperaturen kletterten auf bis zu 38 Grad Celsius.


Richtig tolle Tage erlebten die Teilnehmer der Angebote von Jugendpfleger Werner Kopf  - meist am und auf dem Wasser, aber zum Beispiel auch bei Ausflügen in die Region. Fotos: frei


Eisbecher zum Ende

In der letzten Woche ließ das Wetter Kanutouren auf der Schifffahrtsstraße Rhein zu. Große Wellen durch Frachter und Sportboote auf dem Rhein ließen die gut eingespielten Bootsbesatzungen jedoch nicht kentern. Eine spaßige Herausforderung für Teilnehmer und Betreuer, die den Teamgeist weiter festigte. Um auf die Verpflegung zurückzukommen, jeden Donnerstag gab es Spaghetti Bolognese mit einer großen Schüssel Salat für jeden und freitags das unter den Betreuern beliebteste Gericht: Hähnchencurry mit Reis. In der Rheinschänke beehrten uns Bärchen und Teddy, zwei junge Kater, beim Essen mit ihrer Anwesenheit. Sehr zur Freude der Kinder, welche großzügig Streicheleinheiten verteilten. Zum krönenden Abschluss der Woche ging es in die nahegelegene Eismanufaktur. Dort ließen wir die erlebnisreiche Woche bei einem großen Eisbecher gemütlich ausklingen. Es waren abwechslungsreiche Ferien unter ganz besonderen Bedingungen, dennoch haben wir alle gemeinsam diese außergewöhnliche Herausforderung meistern können.
 


                                                                                            

Autoren:  Die ehrenamtlicher Ferienhelfer 2020, Diana, Nicolas, Martin, Noah.

 (24.08.2020)




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