Kurpfalzschule: Neuer Schulleiter im Interview

Seit Februar 2019 leitet Sebastian Forell die Kurpfalzschule. Warum der Grundschullehrer noch nicht in Dannstadt-Schauernheim unterrichtet, wie er den Gemeinschaftssinn der beiden Schulstandorte stärken möchte und wann die Schule zum Zirkus wird, das verrät er im folgenden Interview.


Der neue Schulleiter der Kurpfalzschule im Interview


Herr Forell, Sie leiten die Kurpfalzschule seit Februar, zuvor waren Sie Schulleiter an der Grundschule in Meckenheim. Was hat Sie dazu bewogen, sich hier zu bewerben?

Ich bin seit knapp vier Jahren Schulleiter und bin das sehr gerne. Schule mitzugestalten ist  für mich eine wichtige und bereichernde Aufgabe. Hier habe ich das Gefühl gewonnen, dass diese Schule mit ihrer Größe enorm viele Möglichkeiten bietet, die ich ausbauen und weiterentwickeln kann. Da sind zum Beispiel der Sportplatz, die angrenzende Kita, die Kurpfalzhalle, ein offenes, motiviertes Kollegium, die Ganztagsschule und die zwei Standorte.

Was ist das Besondere an einer Schule mit zwei Standorten, einem in Dannstadt und einem in Schauernheim?

Zur Kurpfalzschule gehören rund 260 Schüler, ab dem kommenden Schuljahr sind es statt 12 sogar 13 Klassen. Damit zählt sie zu den großen Grundschulen im Land und das bringt große Entwicklungschancen mit sich. Eine größere Schule bedeutet mehr Personal und Budget, mehr engagierte Eltern und ein breiteres Angebot an Arbeitsgemeinschaften. Aber klar, es ist schon eine Herausforderung,  beide Schulstandorte so zu verbinden, dass die Kurpfalzschule von Schülern, Lehrern und Eltern als eine Schule wahrgenommen wird, ohne die Besonderheit eines jeden Standortes zu verlieren.  

Und wie sieht Ihr  Arbeitsalltag mit zwei Schulstandorten  aus?

Bisher unterrichte ich noch zehn Stunden pro Woche in meiner bisherigen  Schule in Meckenheim. Dort war ich Klassenlehrer einer vierten Klasse und möchte diese auch noch bis zum Grundschulabschluss begleiten. Das liegt mir sehr am Herzen, denn für mich steht der Schüler immer im Mittelpunkt.  So unterrichte ich zwar erst ab kommendem Schuljahr in Dannstadt und Schauernheim, aber den Wechsel zwischen unterschiedlichen Schulstandorten erlebe ich auch jetzt schon regelmäßig und diesen finde ich ganz und gar nicht stressig. Wenn man diesen Ortswechsel  logistisch gut organisiert, ist es keine Belastung, im Gegenteil.  Dadurch ist der persönliche Kontakt viel stärker und zugleich bringt man immer wieder neue Eindrücke mit, wovon am Ende alle profitieren. 

Wie hat sich Ihr Start in Dannstadt-Schauernheim gestaltet?

Ich wurde hier sehr herzlich aufgenommen, was mir den Einstieg als Schulleiter enorm erleichtert hat. Im Vordergrund stehen für mich an der neuen Schule vor allem das Kennenlernen und der Austausch. Da ich den Übergang von der Kita zur Grundschule enorm wichtig finde, habe ich mich beispielsweise auch direkt in allen fünf Kindertagesstätten von Dannstadt-Schauernheim vorgestellt. Zu meinen ersten Hauptaufgaben gehören die Weiterentwicklung der Ganztagesschule sowie in Gesprächen herauszufinden, was einerseits jeder Standort benötigt, um individuell zu wirken und den örtlichen Herausforderungen gerecht zu werden, aber auch was die Kurpfalzschule im gesamten braucht, um als gemeinsame Schule wahrgenommen zu werden.

Über welche Maßnahmen kann ein solches Gemeinschaftsgefühl entwickelt werden?

Mir ist es wichtig, mit den Klassen zu arbeiten und im Ganztagesbetrieb eingebunden zu sein. Gerade hierüber ergeben sich einige Möglichkeiten, wie man beispielsweise über gemeinsame Sportangebote am Nachmittag die Schüler beider Standorte zusammenbringen kann. So möchte ich eine Fußball-Schulmannschaft gründen, die im Schulligabetrieb gegen andere Mannschaften antritt. In dieser Mannschaft sollen die besten Fußballspielerinnern und Fußballspieler trainieren, ganz gleich, an welchem Standtort sie vormittags unterrichtet werden. Auch das große Zirkusprojekt, das im Juni wieder geplant ist, wird das Gemeinschaftsgefühl stärken, denn hier sind alle Kinder und, ganz wichtig, auch die Eltern mit dabei und üben zusammen eine Woche lang eine zirkusreife Vorstellung ein.  


Das Gespräch führten Alexander Keck und Ute Günther. Foto: Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim


Termin-Hinweis:  Zirkusvorstellungen der Schulkinder im Zirkuszelt am Freitag 14. Juni und am Samstag, 15. Juni; am 15. Juni ist zudem Schulfest der Kurpfalzschule. Der Kartenvorverkauf erfolgt durch den Schulelternbeirat am Donnerstag, 9. Mai (von 12 bis 16.30 Uhr) und am Samstag, 11. Mai (von 10 bis 15 Uhr) in der Kurpfalzschule.

 

Zur Person

Sebastian Forell ist seit 2011 Grundschullehrer, zudem hat er einen Master in Schulmanagement und einen Lehrauftrag an der Universität Landau. Der 34-Jährige ist verheiratet und wohnt in Kirchheim an der Weinstraße. Er interessiert sich sehr für Politik, Sport, Musik, Reisen und Sprachen. Vor allem das Französische sowie die Kultur des Nachbarlandes hat es ihm angetan. Ab dem kommenden Schuljahr wird er neben Angeboten im Ganztagsbereich an der Kurpfalzschule unter anderem Deutsch, Mathe und Sachkunde unterrichten.


Sie möchten mehr zu den Schulen der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim erfahren? Dann finden Sie unter dem folgenden Link einen Überblick über alle schulischen Angebote in Dannstadt-Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau.

(10.04.2019)