Investitionen für ein stabiles Stromnetz

Die Thüga Energienetze investieren seit Jahren für eine höhere Versorgungssicherheit in die Sanierung des Stromnetzes der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim. Damit soll das Stromnetz langfristig stabilisiert und Stromausfälle wie jüngst im Februar 2021 vermieden werden. Allein in den kommenden zwei Jahren fließen 2,5 Millionen Euro in die Leitungserneuerung im Mittelspannungsnetz. Hier lesen Sie, wie weit die Sanierung schon vorangeschritten ist und warum es dennoch zu Stromausfällen kommen kann.


Investitionen für eine langfristige Stabilisierung des Stromnetzes

Seit 2014 ist die Thüga für den operativen Netzbetrieb des Stromnetzes der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim zuständig. Das Netz umfasst rund 37 Kilometer Mittelspannungs-Kabelleitungen. Bei rund der Hälfte dieser Leitungen handelt es sich noch um sogenanntes „Nasskabel“, welches häufig in den 1960/1970er Jahren verlegt wurde. Die Imprägnierung solcher Nasskabel kann auf Dauer austrocknen, was wiederum zu einer erhöhten Störanfälligkeit führt. Bei Leitungserneuerungen oder dem Leitungsausbau werden heutzutage standardmäßig Kunststoffkabel verlegt. Aktuell handelt es sich bei rund 19 Kilometern des Netztes der Verbandsgemeinde um diese modernen Kabel mit Kunststoffisolierung, wovon 8,4 Kilometer seit 2014 durch die Thüga ausgetauscht oder neu verlegt wurde. Zusätzlich fanden 12 Anlagenerneuerungen statt. Insgesamt entsprechen beide Maßnahmen zusammen einer Investitionssumme von über 2 Millionen Euro.

Von 2021 bis 2023 betragen die geplanten Investitionen für die Leitungserneuerung im Mittelspannungsnetz rund 2,5 Millionen Euro

Um Stromausfällen vorzubeugen, werden aktuell und auch in den kommenden Jahren weiterhin vermehrt die alten Nasskabel durch neue Kunststoffkabel ausgetauscht. Bis Ende 2023 sollen weitere rund 9.000 Meter Mittelspannungskabel durch die Thüga erneuert werden.

Warum kommt es trotz des hohen Investitionsvolumens zu vermehrten Stromausfällen?

Wie bereits beschrieben wurde, ist veraltetes Nasskabel als ein Faktor für die steigende Anzahl an Stromausfällen zu nennen. Ähnlich einer Kettenreaktion kommt es nach und nach zu Schwachstellen im Netz, die vorher nur bedingt vorhersehbar sind. In Abstimmung mit der Verbandsgemeinde gibt es einen Erneuerungsplan, der verschiedenste Faktoren berücksichtigt, um Leitungsstücke mit einem hohen Störpotential vorrangig auszutauschen. 

Um diese Erneuerungsplanung bestmöglich zu steuern, findet eine Kabeldiagnose für die Zustandsbewertung des Mittelspannungsnetzes statt. Mit Hilfe dieser Diagnose folgt anschließend die Priorisierung für die Reihenfolge des Austausches der Kabelstrecken.                                                        

Ein weiterer Faktor für die Einpriorisierung der Erneuerungsstrecken ist die Koordination mit anderen Versogern, beispielsweise dem Zweckverband für Wasserversorgung sowie dem Straßenbaulastträger. Im Interesse der Bürger werden Baumaßnahmen koordiniert, um dieselbe Straße in wenigen Jahren nicht wieder öffnen zu müssen. So können Beeinträchtigungen auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.

Die überdurchschnittliche jährliche Erneuerung von ungefähr 3 Kilometern Mittelspannungskabeln sowie die fortlaufende Erneuerung von jährlich 1-2 der zugehörigen Trafostationen sind zwei weitere Maßnahmen, um das Stromnetz in den kommenden vier Jahren fit für die Zukunft zu bekommen.

Um im Falle einer Störung den Fehler noch schneller lokalisieren und entstörende Maßnahmen einleiten zu können, werden in den kommenden Jahren neue Kurz- und Erdschlusserfassungsgeräte in den Stromstationen eingebaut, die unter anderem ein verbessertes Netzmonitoring der Netzleitstelle ermöglichen.

„Wir wissen, dass Stromausfälle für die Bürgerinnen und Bürger lästig sind und geben durch die hohen Investitionen in den kommenden Jahren unser Bestes, die Situation schnellstmöglich zu verbessern. Leider kann es bis dahin, trotz der vielen bereits durchgeführten Erneuerungen, immer wieder zu Stromausfällen kommen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und hoffen mit diesem Beitrag etwas Transparenz geschaffen zu haben.“, teilt Martin Bauer, technischer Leiter der Thüga Energienetze am Standort Schifferstadt, abschließend mit.

Mehr Infos finden Sie online direkt bei den aktuellen Meldungen der Thüga Energienetze.

(11.2.2021/zuletzt aktualisiert 12.04.2021)

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