Jury des Mundart-Wettbewerbs

Die aktuelle Jury des Mundart-Wettbewerbs Dannstadter Höhe besteht aus folgenden Mitgliedern (in alphabetischer Reihenfolge):

Ralf Frohnhäuser (2016)

Lehrer, Rödersheim-Gronau

Martina Gemmar (2018)

Diplom-Pädagogin und Autorin, Steinweiler

Bruno Hain (1989)

Germanist und Mundartautor, Böhl-Iggelheim

Dr. Dr. Nikolaus Hofen (1988)

Germanist, Rödersheim

Michael Landgraf (2016)

Dozent und Schriftsteller, Neustadt an der Weinstraße

Dr. Josef Schwing (1988)

Dialektologe, Neuhofen

Norbert Stuck (2007)

Rektor i.R., Experte für Laienspiel, Haßloch

Neu ab 2018: Die jeweiligen Sieger des Vorjahres unterstützen als zeitweises Mitglied die Jury während des aktuellen Mundart-Wettbewerbs.

Informationen zu Mitgliedern der Jury

(in alphabetischer Reihenfolge)

Ralf Frohnhäuser

geb. 15.07.1970 in Ludwigshafen am Rhein. Seit 1995 wohnhaft in Hochdorf-Assenheim. 1989 – 1994 Studium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für Grund- und Hauptschule mit Schwerpunkt Grundschule. Studienfächer: MÄG-Musik und Mathematik. 1995 Zweite Staatsprüfung. Ab 1996 Lehrer an der Grundschule Gräfenauschule, Ludwigshafen am Rhein, danach seit 2001 Konrektor in der Astrid-Lindgren-Schule in Ruchheim, 2005 Ernennung zum Rektor an der Grundschule am Neuberg, Rödersheim-Gronau. Mitglied der Jury seit 2016.

Martina Gemmar

geb. 1974 in Bad Bergzabern, wohnhaft in Steinweiler. Die Diplom-Pädagogin, Songwriterin und Autorin hat 2001 mit "Hajo" den 1. Preis  bei einem Mundartwettbewerb des Südwestfernsehens im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Tags in Landau gewonnen; 2009 Deutscher Song Preis auf Bundesebene für das pfälzische Lied "Kää Ruh"; besonders prägend im Bereich Dialekt: Die Begegnungen mit dem Dichter Gerd Runck (1929-2012); Sie ist mit Pfälzisch als Muttersprache sozusagen zweisprachig aufgewachsen, was die heutige Vorliebe für Vielseitigkeit und Vielsprachigkeit sicher gefördert hat; mehrere Buch- und CD-Veröffentlichungen, darunter 2010 die CD  "Kää Ruh", 2017 das Buch "Pressefreiheit-Update  - The art of Guarding the Guards" oder 2018 die Broschüre "PaF - Pfälzisch als Fremdsprache". Mitglied der Jury seit 2018.

Bruno Hain

geb. 24.9.1954 in Ludwigshafen/Rh., aufgewachsen in (Böhl-)Iggelheim, wo er auch heute noch wohnt. Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität Mannheim. Verschiedene Tätigkeiten. War von 1989 - 1995 Jurymitglied beim Mundartdichterwettstreit Bockenheim, 1995 Jurymitglied beim "Internationalen Literatur-Theater-Preis" Saarbrücken und ist seit 1989 Jurymitglied beim "Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe". Schreibt als Mundartautor Lyrik, Prosa und Theaterstücke. Für seine wissenschaftliche Beschäftigung mit der Mundartliteratur erhielt er 1989 den "Preis der Emichsburg" Bockenheim. Mehrfacher Preisträger bei literarischen Wettbewerben. Mitglied des "Literarischen Vereins der Pfalz" und der "bosener gruppe", einer Vereinigung von Mundartautoren und Liedermachern aus der Pfalz, dem Saarland, Elsaß und Lothringen. Zahlreiche Einladungen zur Teilnahme an Tagungen und Symposien, u. a.: Internationales Dialekt Institut, Innsbruck (1992); Internationales Mundartautoren-Symposion Bosener Mühle [1993]; Internationales Mundartarchiv Ludwig Soumagne, Dormagen-Zons (1996); Internationale Schopfheimer Mund-Art Literatur-Werkstatt (2000); Internationales Poetentreffen im Schloß, Brzeg (Brieg/Polen; 1999 u. 2004). Mitglied der Jury seit 1989.

Wichtigste Veröffentlichungen: Erstausgaben Pfälzer Mundartdichtung. Eine Bibliographie (1985); Schampus un Blabla (1992); Buchstaweblume (1995); DomSchatteGewächse (1997); uf m weg. die passion in pälzer mundartgedichte (2007).

Nikolaus Hofen

Dr. phil., Dr. paed., Dipl.Päd., geb. 1938 in Rödersheim. Akademischer Direktor am Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau; im Ruhestand seit 2003.

Erstes und Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Aufstiegsprüfung für den höheren Dienst, Ernennung zum Studienrat 1978; Studium und Promotion zum Dr. phil. an der Universität Mannheim; Studium und Promotion zum Dr. paed. an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Mehrjährige Lehrtätigkeit an Grund- und Hauptschulen, Gymnasium und berufsbildender Schule. Langjährige Lehrtätigkeit an der Hochschule/Universität und Mitarbeit in der Lehrer- Fort- und -weiterbildung; Vertretungsprofessur an der Pädagogischen Hochschule Erfurt/Mühlhausen (Thüringen); 1984 - 2003 Leiter des Prüfungsamtes an der Universität Landau und Ständiger Vertreter der Präsidentin des Prüfungsamtes für Schulen beim Kultusministerium / Ministerium für Unterricht und Bildung in Mainz.

1988 Sieger beim Mundart-Wettbewerb in Bockenheim. Mitglied der Jury seit 1988.

Veröffentlichungen: zu den Bereichen Leistungsmessung in der Schule, Aufsatzunterricht, Medien, Sprach-, Literatur- und Aufsatzdidaktik.

Michael Landgraf

geb. 22.7.1961 Ludwigshafen am Rhein; Studium der Theologie (Mag. Theol), Philosophie und Geschichte; Dozent und Schriftsteller sowie Leiter des Religionspädagogischen Zentrums Neustadt a.d.W.; Lehrbeauftragter der Universität Mainz; Vorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller-Rheinland-Pfalz (Vorsitz 2014-2017) und Sektionsleiter des Literarischen Vereins der Pfalz; 2016 Preisträger beim Mundartwettbewerb Bockenheim; 2018 Berufung in den internationalen PEN-Club; ausgezeichnet mit dem internationalen Comenius-Award in Berlin und mit dem Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst in Wien (beides 2018).

Publikationen: Rund 100 Titel sowie Übersetzungen in 26 Sprachen; Zahlreiche Mundartveröffentlichungen und Regionalliteratur, u.a.: Bibel uf Pälzisch, Ubstadt-Weier 2003; Bibelsprich uff Pälzisch, Neustadt 2012; Pälzisch (Pfälzisch) – eine Einführung für Einheimische und Fremde, Neustadt 2014; Elwetritsche. Neustadt 2014; Kärchejohr. Neustadt 2015; Bunte Pfalz. Mannheim 2016; Der Protestant. Historischer Roman über die Pfalz. Mannheim 2016. Weisheiten uff Pälzisch. Mannheim 2017. Mehr unter http://www.michael-landgraf.de/

Mitglied der Jury seit 2016. Seit 2018 Jury-Sprecher und Moderator des Finales.

Dr. Josef Schwing

geb. 17. Juni 1932 in Palotabozsok (Südungarn); Ungarndeutscher; nach dem Abitur 1953 Studium der Finnougristik und Romanistik an der Universität Budapest; 1956 Flucht nach dem Volksaufstand in den Westen; seit 1957 in Deutschland; 1964 Wiederaufnahme des Studiums der Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg; 1967 Studium der Phonetik und Phonologie an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken; 1967­-1979 freier wissenschaftlicher Mitarbeiter des Johannes-Künzig-Instituts für ostdeutsche Volkskunde, Freiburg; 1980-1990 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Pfälzischen Wörterbuch in Kaiserslautern, einem Projekt der Akademie der Wissenschaften, Mainz; Promotion 1987; ab 1990 Erfassung und Bearbeitung der deutschen Mundarten der Schwäbischen Türkei (Südungarn). Mitglied der Jury seit 1988. 

Norbert Stuck

ehemaliger Rektor der Karl-Wendel-Schule in Lambsheim; Mitglied beim Ensemble „Theater am Türmchen“ (Lambsheim) als Darsteller und Regisseur; Spezialist für Laientheater. Mehrere Auszeichnungen auf diesem Gebiet, u.a. den „Schappo“ (2012) des Rhein-Pfalz-Kreises. Mitglied der Jury seit 2007.