Filmfestival-Programm in Dannstadt-Schauernheim 2019

Beim 10. Europäischen Filmfestival der Generationen beteiligen sich die Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim und die Volkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis zum fünften Mal in Folge. Das Zentrum Alte Schule in Dannstadt (Hauptstraße 139-141) verwandelt sich wieder in einen Filmpalast. Berührende Themen, berühmte Schauspieler und eine gute Mischung aus Leichtigkeit und Tiefsinn machen die diesjährigen Filme aus. Der Eintritt ist frei.

Von Schottischen Wurzeln über eine historische Bahnfahrt bis zu schwedischem Frust und Neuanfängen

Am 18.,  22. und 25. Oktober 2019 werden Filme im Zentrum Alte Schule in Dannstadt gezeigt, die sich mit den Themen Alter, Generationsdialog und demografischer Wandel befassen. Auf sehr unterschiedliche Weise, eben wie das Leben selbst mal eher heiter oder auch schon mal ganz schön trübe erscheint. Knabbereien und Getränke sorgen für Kinoatmosphäre. Gespräche im Anschluss an die Filme eröffnen Perspektiven, wie jeder selbst leben beziehungsweise auch eine Gemeinde vor Ort das Leben der Bürger gestalten möchte oder kann.  


Freitag, 18. Oktober 2019, 19 Uhr, ZAS

DAS Etruskische Lächeln 

Schottischer Großvater zwischen Tradition und Moderne

USA 2018
108 Minuten
Regie: Oded Binnun, Mihal Brezis
mit Brian Cox, JJ Field, Rosanna Arquette, Thora Birch, Peter Coyote, Tim Matheson
Altersempfehlung: ab 10 Jahren


Der 74-jährige Schotte Rory MacNeil ist ein rauhbeiniger Witwer, der zeitlebens auf der Insel Vallasay zugebracht hat. Zu seinem Sohn hält er kaum noch Kontakt, seitdem dieser vor Jahren nach San Francisco zog. Als seine gesundheitlichen Probleme zunehmen, rät ihm sein Arzt, sich vorsorglich in den USA untersuchen zu lassen. Nur widerwillig setzt er sich in den Flieger, um bei seinem Sohn und dessen Familie unter-zukommen. Anfangs fällt es ihm schwer, sich in der modernen Welt zurechtzufinden; sowohl das großstädtische Leben wie auch die Erziehungsmethoden für seinem kleinen Enkel Jamie behagen ihm nicht. Und so sieht er sich in der Pflicht, seinem Enkel die Wurzeln seiner gälischen Herkunft nahe zubringen. Dabei lernt er durch die Großvater-rolle, sich nicht nur emotional zu öffnen, sondern auch die Beziehung zu seinem Sohn zu überdenken – und eine neue Liebe zu entdecken…



Dienstag, 22. Oktober 2019, 19 Uhr, ZAS

Zug in Die Freiheit

Historische Zugfahrt der Prager Botschaftsflüchtlinge

Doku,  Deutschland 2014
90 Minuten
Regie: Sebastian Dehnhardt, Matthias Schmidt
mit Jens Rohde, Christian Bürger, Manuela Beckmann, Judith Braband, Kathrin Friedrich, Jens Hase, Thomas Rosin, Wolfgang Ischinger
Altersempfehlung: ab 12 Jahren.


30. September 1989 kurz vor sieben Uhr abends. Fast 4000 Menschen drängen sich im Garten der Prager Botschaft. Sie alle warten auf die Nachricht von Hans Dietrich Genscher. Schließlich erscheint er auf dem Balkon. „Liebe Landsleute. Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise…". Der Rest seiner Rede wird von lautem Jubelgeschrei übertönt. Es ist der Beginn einer der bedeutends-ten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Noch am gleichen Abend soll der erste Zug von Prag aus in die BRD, nach Hof, fahren. Doch was dann bekannt wird, sorgt für Entsetzen: Die Züge sollen einen Umweg fahren. Sie müssen durch die DDR. Für die Botschaftsflüchtlinge beginnt nun eine Zeit des Bangens und Hoffens. Ein beeindruckendes und packendes Zeitdokument über die dramatische Flucht und die Zugfahrt in eine ungewisse Zukunft.



Freitag, 25. Oktober 2019, 19 Uhr, ZAS

Britt-Marie war hier

Frustrierte Ehefrau entdeckt sich neu als Fußballtrainerin

Schweden 2019
97 Minuten
Regie: Tuva Novotny
mit Pernilla August, Peter Haber, Vera Vitali, Malin Levanon, Mahmut Suvakci, Anders Mossling, Lancelot Ncube, Olle Sarri
Altersempfehlung: ab 10 Jahren

 

Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie mit über 60 Jahren nicht nur mit ihrem bisherigen Leben als biedere Ehe- und Hausfrau auf, sondern wagt einen völligen Neustart: Sie verlässt die Stadt und zieht aufs Land, um dort als Betreuerin eines Jugendzentrums zu arbeiten. Doch weiß sie nicht, dass sie auch eine erfolglose Jugendfußballmannschaft trainieren soll. Das stellt die eher kontaktscheue Britt-Marie vor große Herausforde-rungen, da sie bislang weder mit Jugendlichen zu tun hatte, noch Ahnung von Fußball hat. Aber aufgeben gibt’s nicht, sondern anpacken und das Beste aus der Situation machen. Und mit dieser Lebensweise entdeckt sie nicht nur an sich neue Seiten und Talente, sondern belebt auch die Mannschaft und die Dorfbewohner. Nach seinem Bestseller „Ein Mann namens Ove" ist diese charmante Komödie die weibliche Antwort des schwedischen Erfolgsautors Fredrik Backman.

(05.08.2019)